Forchheim


forchheim

Dort, wo die Wiesent in die Regnitz mündet, auf halber Strecke zwischen Erlangen und Bamberg, liegt in einer weiten Mulde die oberfränkische Stadt Forchheim. Viele kennen Forchheim nur vom Namen her, auf der Durchreise nach Bamberg oder, Richtung Süden, nach Nürnberg. Doch ein Besuch in Forchheim lohnt sich: Die Altstadt ist vom Krieg weitgehend unversehrt geblieben, im Kern bilden Fachwerkhäuser und Barockfassaden ein reizvolles Ensemble. Auch wenn manche "normale" Fachwerkscheune weggerissen, manches alte Wohnhaus durch ein neues ersetzt wurde, ist das alte Forchheim dennoch an allen Plätzen, Gässchen und Hinterhöfen präsent.
Forchheim ist eine wasserreiche Stadt. In die Wiesent, die aus der Fränkischen Schweiz kommt und durch die Altstadt fließt, sind die Fischkästen gebaut, in denen Forellen und Karpfen aufbewahrt werden - eine Forchheimer Besonderheit. Die Wiesent mit ihrer Wasserkraft war ein Grund dafür, dass Ende des 19. Jahrhunderts Unternehmer Industrieanlagen vor den alten Stadtmauern bauten. In dieser Zeit entwickelte sich Forchheim zu einer Stadt der Fabriken.
Wer sich von Forchheim ein Bild machen will, muss mit offenen Sinnen durch den Altstadtkern wandern. Das typisch fränkische Fachwerk versteckt sich in Winkeln und Gassen, zeigt sich stolz auf Plätzen und Straßen.
Die Geschichte der Stadt spiegelt sich in der Vielfalt der Bauwerke der vergangenen Jahrhunderte. Schon die Herrscher aus dem Hause der Merowinger und der Karolinger kamen nach Forchheim. Könige wurden hier gewählt. Die Bamberger Bischöfe traten als Bauherren auf.
Vom Selbstbewusstsein der Forchheimer Bürger zeugen das berühmte Rathaus, das alte Katharinenspital und die Vielzahl prächtiger Häuser.
Eingerahmt durch den weitläufigen Steigerwald im Westen und eines der beliebtesten deutschen Erholungsgebiete, die fränkische Schweiz im Osten, ist die Stadt selbst in reizvoller Tallandschaft reichlich mit unterschiedlichsten Freizeit-, Sport- und Parkanlagen versehen.
Einmal im Jahr, in der letzten Juliwoche erwartet Forchheim für zehn Tage zum Annafest, einem der schönsten und gemütlichsten Volksfeste Nordbayerns, Gäste aus der ganzen Welt. Gastlichkeit und Behaglichkeit bei vorzüglichen fränkischen Speisen und dem guten Bier der ansässigen Brauereien, sind in Forchheim noch spürbar.
Wo die Keller am Berg liegen
Wollen sich´s die Forchheimer gut gehen lassen, so gehen sie „auf“ die Keller, hinauf zum nahen Kellerberg, hinein in den weiten Laubwald. In unterirdischen Felsengängen reift das Bier zu besonderer Würze. Mehr als 20 bewirtschaftete Felsenkeller laden zur Einkehr mit süffigem Bier und fränkischer Brotzeit. Man sitzt mit Freunden oder Gästen unter dem Laubdach uralter Eichen.
Der Kellerwald lockt mit abwechslungsreicher Landschaft Spaziergänger und Wanderer.

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