69. Wie aus einer Gastwirtschaft ein Industriebetrieb wurde, kann die Geschichte des Gasthofs 'Zum Hirschen' an der Eisenbahnstraße darlegen, der mit seinem früheren ausgedehnten Garten eine beliebte Einkehr der Bürger und dank günstiger Lage zum Bahnhof auch zahlreicher auswärtiger Gäste bilden durfte. 1850 war das Gasthaus durch Sebastian Theiler gegründet und später von der Familie Neder übernommen worden, die es nach Kriegsende, nachdem es abwechselnd als Notpostamt, Rote-Kreuz-Stelle, Flüchtlingsunterkunft und amerikanisches Soldatenquartier gedient hatte, an den aus dem Sudetenland (Eger) vertriebenen Unternehmer Rudolf Köhler veräußerte. Er ließ darin seinen ehemali­gen Papierverarbeitungsbetrieb neu erstehen, um ihn dann in den folgenden Jahren immer mehr auszuweiten.