66. Es berührt doch etwas schmerzlich, wenn man heute da, wo bis 1945 auf ruhigem Wasser pferdegezogene Lastkähne oder auch einige wenige Motorschiffe verkehrten, wo man unter blühenden oder früchteschweren Obstbäumen promenieren, auch zur Winterszeit schlittschuhfahrend kilometerweit über glatte Eisbahnen flitzen konnte, die Autos dahinrasen sieht. Wie die Aufnahme sichtbar werden läßt, fügte sich der Ludwig-Donau-Main-Kanal, dessen Teilstück Bamberg-Forchheim-Nürnberg 1843 feierlich eröffnet werden konnte, ausgezeichnet der Landschaft ein. Drei Jahre später war der Kanalbau zwischen Bamberg und Kelheim abgeschlossen. Auf siebzehn Millionen Gulden beliefen sich die Kosten; zehn Jahre betrug die Bauzeit. Die bombengeschädigten Kanaldämme bedingten um 1945 die Einstellung der Schiffahrt. |
||||||