63. Eigentlich sind die Wasserschöpfräder, die der Wiesentbewässerung dienten, ein 'Einfuhrartikel' aus dem fernen Orient, und Kreuzfahrer könnten die Kenntnis davon in ihre Heimat mitgebracht haben. Im Rednitz-, Pegnitz-Regnitzgebiet sollen sie zwischen 1250 und 1400 in Gebrauch gekommen sein. Ihre Bauweise war denkbar einfach, und der Werkstoff bestand ausnahmslos aus Holz. Die Zahl der Räder war beträchtlich, und allein in der Hausener Flur bei Forchheim wurden dreißig Stück gezählt. Die neuartigen elektrisch betriebenen Saugpumpen am Regnitzufer bereiteten den Wasserrädern ein Ende. Eines der größten und schönsten Radanlagen bestand bis 1950 nahe der historischen Regnitz­brücke; unsere Aufnahme ruft es in die Erinnerung der älteren Generation zurück.