60. Marmelmühlen - unsere Aufnahme zeigt die frühere Marmelmühle am Unterlauf des rechten Wiesentarmes im Bereich der Baufirma Barthelmann -dienten der Herstellung von kleinen Spielkugeln, Mar­meln, Murmeln (von Marmul = Marmor) genannt. Der Rohstoff war Marmor, also Kalkgestein. 1836 ließ der Nürnberger Kaufmann Lucano auf dem Grundstück des Hammerschmiedes Ketterer eine Steinmarmel­mühle errichten, die nur sieben Jahre bestand, da das Anwesen 1843 in den Besitz des Kunstmalers Johann Dietrich Carl Kreul überging, der darin seine 1838 zu Nürnberg begründete Fabrik für Kunstfarben einrichte­te. Als in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts der Betrieb in die Innenstadt verlegt worden war, verfiel die Mühle, von der allein der mit dem Wasserrad ver­bundene Gebäudeteil erhalten blieb.