59. Der Wiesentstadt Forchheims urerstes gewerbliches Leben pulste an seiner Lebensader. Über sechsundzwanzig Mühlenbetriebe nutzten die natürliche Wasserkraft. Zwischen dem noch erhaltenen Nürnberger Tor von 1698 und dem vormaligen 'äußeren' Nürnberger Tor entstand um 1854 durch die Unternehmer Morgenstern und Frankenthal in der Engelhardts- oder Wiesentmühle eine 'Spiegelglas-und Folienfabrik'. Dreizehn Hämmer dienten der Herstellung von Zinnfolien für Spiegelbeläge. Nach sich fortsetzender Erweiterung der Fabrikation entstand 1912 ein Neubau der Anlage, 1928 kam ein weiteres Mühlanwesen hinzu, und 1951 wurde die Fabrikanlage, wie sie unsere Aufnahme zeigt, entlang dem Flusse um ein Stockwerk erhöht, während 1964 das Unternehmen '4 P Folie' auch noch die Wiesent überbauen ließ.