55. Unter den Geldquellen der Stadtverwaltung flössen einst die Zolleinnahmen am ergiebigsten. Die Zöllner hatten ihren Sitz an den Stadteingängen, in Forchheim nahe dem Nürnberger Tor, dem Sattlertor, dem Bamberger Tor. Die Aufnahme zeigt das ehemalige Zollhaus an der Bamberger Straße mit der Aufschrift 'Pflasterzoll und Controllstation'. Die 'Zoll-Rollen' unterschieden nicht nur die Bespannung der Fuhrwagen und ihre Größe, sondern desgleichen unbeladenene oder mit Spezereien, Tuchen, Leder, Salzscheiben, Fischen, Weinen, Erzen, Farben, Butter, Käse, Fett, Pech, Getreide, Gemüse, Heu, Stroh, Steinen und anderweitig beladene Fahrzeuge. Auch durchgetriebenes oder durchgefahrenes Vieh war zu verzollen. Beste Zollerträge lieferten die monatlichen Markttage. |
||||||