53. Das festgefügte Gebäude steht zwar bei den älteren Bürgern als das nach seinem ehemaligen Inwohner benannte 'Leohaus' noch in einiger Erinnerung, daß aber die darin längst vorher unter­gebrachten Männer und Frauen tagelang nur 'mit Wasser und Brot bewirtet' wurden, ist längst ver­gessen. Denn die ehemalige Fronfeste, Wallstraße 5, war das bischöfliche Gefängnis, das zusammen mit verschiedenen weiteren Haftstuben in den vormaligen verschiedenen Stadttürmen, im 'Loch' des Rat­hauses, im Stockhaus, der einstweiligen 'Aufbewahrung' von Übeltätern diente. 1856 zog eine Kinder-bewahranstalt in das Gebäude ein, das später als Wohnhaus der Familie Leo diente und 1952 abge­brochen wurde, damit hier die 'Luitpold-Lichtspiele' (Lu-Li) entstehen konnten. Heute beherbergt das geräumige Anwesen eine 'Tengelmann'-Zweigniederlassung.