47. Mit der notwendig gewordenen Erweiterung des Festungsbereiches um die Mitte des kriegerfüllten 16. Jahrhunderts entstand zugleich ein architektonisches Kunstwerk, das jedoch an zwei Stellen noch besonders zu schützen war: am Ein- und Ausfluß der Wiesent. Die bewährten bischöflichen Baumeister erdachten sich eine wirksame Sicherung in Gestalt des Südlichen und Nördlichen Wasserhauses oder -Schlosses, und dem Nördlichen Wasserhaus am Bamberger Weg von 1577 entsprach nahe dem Nürn­berger Tor ein Südliches von 1567. Deutlich ist auf der etwa einhundert Jahre alten Aufnahme neben den Schießöffnungen mit dem Wappenstein von 1569 auch der inzwischen eingelegte Mauerzug zum Nürnberger Tor hin zu erkennen. Der einstige Wehrbau ist später in die Stadtwerke am Streckerplatz einbezogen worden.