4. Die räumliche Entwicklung Forchheims verlief im Mittelalter vom fränkischen Königshof über eine benachbarte Marktsiedlung, durch die der Bamberger Weg westwärts zum Saltor führte, schließlich in südlicher Richtung. Der dabei auffallend breit angelegte neue Straßenzug, durch den sich ursprünglich auch ein Wiesentarm zog, war noch bis weit ins 19. Jahrhundert 'Die Stadt' genannt, was die Bedeu­tung der jetzigen Oberen Hauptstraße unterstreicht. Auch die diese flankierenden Anwesen lassen schon 1875 (unser Bild) eine unverkennbare Vornehmheit deutlich werden, nur daß die anfänglichen Fachwerkfassaden inzwischen nach barockem Zeitgeschmack verputzt sind. An den Straßenrändern verlaufen als ein gerade für Forchheim typisches Merkmal schmale, seichte, mit Wiesentwasser ge­speiste Flutrinnen.