15. Obgleich die Postkarte mit 'Kaiserpfalz' überschrieben ist, handelt es sich bei der vierflügeligen Anlage, dem bedeutendsten gotischen profanen Bauwerk Frankens, in Wirklichkeit nur um ein bischöfliches Schloß, das den Fürstbischöfen von Bamberg als zweite Residenz und als Zufluchtsort in gefährlichen Zeiten diente. Ob einst auf dem Platz einmal der fränkische Königshof und in der Folge eine karolingische Reisepfalz gestanden haben war bisher nicht nachzuweisen. Fürstbischof Lamprecht von Brunn ließ nach 1377 über altem Gemäuer ein burgähnliches Schloß aufführen, dem im 16. Jahrhundert weitere Bauten (der Schultheißenbau und die Verbindungsgänge) angesetzt wurden. Im mächtigen Pallas wurde 1911 durch Dr. Hans Räbel das 'Pfalzmuseum' eingerichtet. |
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