Brauerei Neder


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Ein bißchen stolz ist Hilmar Neder schon auf die lange Tradition des Hauses. Hat die Brauerei doch im Mai letzten Jahres ein großes Fest gefeiert: 444 Jahre Braukunst Neder in Forchheim.
Und es gibt sogar Beweise für die langjährige Tradition. Im Bamberger Staatsarchiv wurde nämlich vor einiger Zeit eine alte Urkunde aus dem Jahr 1554 entdeckt. Auf der wird ein Braumeister Hans Neder erwähnt, der eine bestimmt Anzahl Bierfässer geliefert hat. "Das hat uns dann natürlich doch interessiert", meint Hilmar Neder und lächelt bescheiden. Rund 5000 Mark hat seine Familie, die seit 1962 das Unternehmen führt, daraufhin in die Übersetzung der Urkunde aus dem Mittelhochdeutschen investiert - mit Erfolg:
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"Wir sind uns sehr sicher, daß es sich bei Hans Neder um einen Vorfahren der Familie handelt, auch wenn wir es nicht hundertprozentig beweisen können", erzählt Neder. Zudem sei der Familienname im Kreis Forchheim eher selten. Anläßlich des Jubiläums mit der Schnapszahl wurde dann auch gleich eine neue Biersorte kreiert: "Neder Klassik 1554" - süffig, aber dennoch mit geringerem Alkoholgehalt. Daneben werden bei Neder auch noch Export, Pils, Keller- und Festbier und die "Schwarze Anna" gebraut. A propos: Darauf freut sich Neder natürlich immer ganz besonders: "Schließlich haben wir am Annafest einen wunderschönen Keller, dazu gibt es dann auch das passende Bier."

Rund 6.000 Hektoliter Gerstensaft werden jährlich in der Sattlertorstraße gebraut. "Es waren auch schon mal mehr", seufzt Neder, "aber die Zeiten sind für kleine Brauereien nicht mehr so gut". Bis zur Jahrhundertwende peilt er dennoch die 10.000 Hektolitermarke an. An den Ruhestand denkt er noch lange nicht. "Dazu fühle ich mich noch viel zu fit", erklärt der Brauereichef voller Tatendrang und seine blauen Augen blitzen.
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