
"Wer probt, der lobt" steht vorne auf dem Blaumann von Fritz Hebendanz. Der 50jährige steht zum Leitspruch seiner Brauerei: Die Qualität seiner Biere ist ihm wichtig, deshalb kommen ihm nur die besten Zutaten in den Braukessel.
Die Brauerei Hebendanz hat eine lange Tradition: Bereits seit 1579 ist das Unternehmen in Familienbesitz - und das wird auch so bleiben: Tochter Martina hat bereits ihre Ausbildung als Brauerin bei einer Großbrauerei in Nürnberg abgeschlossen.
Für ein Familienunternehmen mit gerade mal neun Mitarbeitern ist die Produktpalette von Hebendanz enorm: Neben dem normalen Hellen gibt es ein Pils, ein Export, ein Märzen und ein fertig gemischtes Radler. Vor Jahren, als Hebendanz noch das Weizenbier eines großen oberbayerischen Erzeugers vertrieb, hat er sich überlegt, "warum wir das eigentlich nicht selbermachen". Ein Sudkessel für das obergärige Weizenbier-Verfahren war schnell installiert, und das Weizenbier, so Hebendanz bescheiden, "wurde ein Erfolg".
Obwohl er nichts gegen neue Produkte hat, hält Hebendanz doch auch immer die Tradition des Bieres in Forchheim hoch. Seine beiden Keller am Forchheimer Kellerberg (der Schlößla- und der Hebendanz-Keller) werden die ganze Saison hindurch bewirtschaftet; eine moderne Kühlanlage für das Bier gibt es erst seit kurzem. Vorher wurde traditionell mit Eis gekühlt. In der Brauerei selbst wird nicht nur auf Flaschen und in moderne Stahlfässer, "Kegs" genannt, abgefüllt, sondern auch in traditionelle Holzfässer. Diese Fässer werden sogar im eigenen Haus "gepicht", also mit Harz immer wieder abgedichtet. Im hintersten Eckchen der Brauerei gibt es sogar ein kleines Regal mit Fässern, die Kunden gehören (siehe Bild oben). Diese Fässer können auch schon mal nur vier Liter Inhalt haben; bei Hebendanz werden sie jeweils neu befüllt.
Daß man heute als Chef eines Familienbetriebes auch für Öffentlichkeitsarbeit sorgen muß, hat Hebendanz klar erkannt. Seit etwa einem Jahr tritt er deshalb in altertümlicher Kostümierung bei großen und kleinen Feierlichkeiten auf und singt dort die "Hymne des Bieres":
"Sein Bier trinkt Edelmann und Bauer. Und wer es trinkt, stößt an mit mir. Ein Dreifach-Hoch dem deutschen Brauer. Ein Dreifach-Hoch dem deutschen Bier."
Diese Rolle als "Starker Fritz" hat Hebendanz auch dazu inspiriert, ein eigenes Bier mit diesem Namen auf den Markt zu bringen. Seither gibt es den "Starken Fritz", ein dunkles Festbier mit 5,3 Prozent Alkohol - auch auf dem Annafest
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